Die Funktionsweise aller Fotokameras basiert auf der Camera obscura. Im Jahr 1841 wurde von der Firma Voigtländer – die auch heutzutage noch existiert – der erste Fotoapparat der Welt produziert. In den 1960er und 1970er Jahren wurden erste Versuche unternommen, Bilder nicht auf einen Kleinbildfilm, sondern auf ein Speichermedium – den CCD-Chip – abzuspeichern. Ab Mitte der 1980er Jahre setzten sich die Digitalkameras bei den Profifotografen immer mehr durch und sind spätestens seit der Jahrtausendwende in vielen Haushalten im Einsatz. Im Jahr 2002 kam die erste digitale Spiegelreflexkamera (DSLR) des Herstellers Kyocera auf den Markt. Seitdem ist die Entwicklung der Digitalkameras immer weiter fortgeschritten. Seit dem Jahr 2008 gibt es neben den digitalen Kompaktkameras, den Bridge-Kameras und den digitalen Spiegelreflexkameras auch spiegellose Systemkameras, die auf dem Micro-Four-Thirds-Standard beruhen. Diese Systemkameras nutzen wie die Spiegelreflexkameras Wechselobjektive, benötigen aber für die Bildweiterleitung keinen eingebauten Spiegel.

 

Kameraarten:

Digitale Kompaktkameras sind die vom Format her kleinsten Digitalkameras. Im Gegensatz zu ihrer Vorgängerin, der Kleinbildkamera, bietet sie eine umfassende Verkleinerung des Aufzeichnungsformates. Der früher benutzte optische Sucher wurde durch ein Display ersetzt. Während bei einer Kleinbildkamera die Speicherung der Bilder auf einem Kleinbildfilm erfolgte, werden die Bilder der Kompaktkamera auf einer Speicherkarte abgespeichert. Die digitale Kompaktkamera hat wie alle Digitalkameras gegenüber den analogen Fotokameras den Vorteil, dass alle Bilder sofort betrachtet und eventuell gelöscht werden können.

Bridgekameras sind eine Zwischenstufe zwischen den digitalen Kompaktkameras und den Spiegelreflexkameras. Im Gegensatz zur digitalen Kompaktkamera sind hier Objektive mit größeren Brennweiten im Einsatz. Derzeit gibt es Bridge-Kameras, deren eingebautes Objektiv eine Brennweite von bis zu 840 mm hat. Im Gegensatz zur Kompaktkamera glänzt eine Bridge-Kamera durch eine große Programmauswahl und zusätzliche manuelle Einstellmöglichkeiten. Genau wie die digitale Spiegelreflexkamera arbeiten Bridgekameras mit einem eingebauten Spiegel, der das Bild auf einen Sensor projiziert. Dieser verarbeitet die Bilder und leitet sie auf das Display und die Speicherkarte weiter.

Digitale Spiegelreflexkameras sind mit einem Schwingspiegel ausgestattet und bieten im Gegensatz zu den analogen Modellen die Möglichkeit, sofort auf die Bilddaten zugreifen zu können. Da jeder Hersteller eigene Objektive verwendet, kann der Käufer einer Spiegelreflexkamera nur die dazu passenden Objektive verwenden. Der Vorteil der Spiegelreflexkamera ist natürlich, dass hier verschiedene Objektive zum Einsatz kommen können. So sind beispielsweise mit einem Makroobjektiv sehr gute Aufnahmen von Insekten, Blumen etc. möglich. Ein Nachteil der SR-Kamera ist allerdings, dass sie nicht für Schnappschüsse geeignet ist, da das passende Objektiv erst angeschraubt werden muss und die Situation dann schon längst vorbei ist.

Als neueste Entwicklung im Bereich Digitalkameras sind die spiegellosen Systemkameras auf dem Markt. Diese wurden im Jahr 2008 auf den Markt gebracht. Sie sind – genau wie die Spiegelreflexkameras – mit Wechselobjektiven ausgestattet, arbeiten aber nicht mit einem Schwingspiegel. Auch diese Kameras sind auf der Rückseite mit einem Display ausgestattet.

 

Preisvergleich Kompaktkameras

Aktuelle Modelle kosten zwischen 40 und 500 Euro. Wer mit seiner Kompaktkamera nicht nur Schnappschüsse am Strand machen möchte, sollte für bessere Aufnahmen mindestens 100 bis 150 Euro investieren. Zu den besten Kompaktkameras im niedrigen Preissegment zählen beispielsweise die Canon IXUS 105, die ab 99 Euro im Internet erhältlich ist. Diese hat einen 4-fachen optischen und einen ebensolchen digitalen Zoom und bietet 12 Millionen Megapixel. Ihre Brennweite reicht von 28 bis 112 mm. Die Panasonic Lumix DMC-TZ8 ist ab circa 200 Euro im Handel erhältlich und weist im Gegensatz zur Canon Kamera eine Brennweite von 25 bis 300 mm auf. Zusätzlich bietet sie eine Gesichtserkennung und wird mit einem beiliegenden wiederaufladbaren Akku betrieben. Um mit einer Kompaktkamera einigermaßen Profibilder erstellen zu können, sollte man auf die Canon Powershot G12 zum Preis von 480 Euro zurückgreifen. Mit dieser Kamera können Sie auch Videoaufnahmen in HD-Qualität erstellen. Sie bietet zudem einen 5-fachen optischen sowie einen 4-fachen digitalen Zoom. Die Brennweite beginnt bei 28 mm und hört bei 140 mm auf. Weiterhin bietet diese Kamera eine Gesichts- und Lacherkennung.

 

Preisvergleich Bridgekameras

Bei den Bridgekameras ist derzeit die Nikon Coolpix L120 das preisgünstigste Modell, welches in verschiedenen Tests am besten abgeschnitten hat. Dieses ist derzeit für circa 220 Euro im Handel erhältlich. Sie besitzt einen 21-fachen optischen und einen 4-fachen digitalen Zoom. Als Brennweite werden hier 25 bis 515 mm angegeben. Sie ermöglicht Videoaufnahmen in HD-Qualität. Wer also Videoaufnahmen mit einer Digitalkamera machen möchte, sollte dafür nicht die teure Canon Powershot für 480 Euro erwerben, sondern zahlt bei dieser Bridgekamera nur den halben Preis. Preislich im gleichen Segment und im Ranking kurz hinter der Nikon Coolpix L120 Test, allerdings mit einer Brennweite von 28 bis 840 mm ausgestattet, befindet sich die Olympus sp-800 uz, die erst vor einigen Monaten auf den Markt gekommen ist. Diese besitzt zudem einen 30-fachen optischen Zoom. Wer bei seinen Ausgaben unter 200 Euro bleiben möchte, sollte auf die Olympus sp-610 uz zurückgreifen. Leider wurde diese Bridgekamera noch nicht getestet, hat aber bei einigen Anbietern bereits positive Kundenreferenzen erhalten. Sie besitzt einen 22-fachen optischen Zoom und ermöglicht ebenfalls Videoaufnahmen in HD-Qualität. Sogar 3D-Bilder können hiermit aufgenommen werden. Sie ist im Handel bereits ab circa 170 Euro erhältlich. Die beste Bridge-Kamera, die allerdings auch preislich im oberen Segment liegt, ist die Nikon Coolpix P100. Diese ist im Handel für circa 360 Euro erhältlich und besitzt einen 26-fachen optischen Zoom. Sie ermöglicht Videoaufnahmen in Full-HD-Technik. Die Brennweite ihres Objektivs beträgt 26 bis 678 mm. Manuelle Einstellungen der Belichtung etc. sind hier möglich.

 

Preisvergleich Spiegelreflexkameras

Zu den besten digitalen Spiegelreflexkameras gehört zweifelsohne die Nikon D3 s, die ab 4099 Euro im Handel erhältlich ist. Hier müssen natürlich entsprechende Objektive dazu erworben werden. Die Kamera bietet HD-Videoaufnahme an. Die Lichtempfindlichkeit reicht von ISO 200 bis ISO 12800. Diese Kamera eignet sich somit hervorragend für Nachtaufnahmen. Es sind sowohl automatische, halb automatische als auch manuelle Einstellungen möglich. Sie wird in der Regel von professionellen Fotografen benutzt. Sie bietet auch einen Life View. Zu den günstigsten digitalen Spiegelreflexkameras zählt die Canon EOS 500D, die bereits ab circa 520 Euro im Handel erhältlich ist. Wer für diese Kamera 560 Euro investiert, erhält auch ein Objektiv mit der Brennweite 29 bis 88 mm dazu. Diese Kamera bietet, genau wie die höherpreisigen Exemplare, einen Life View sowie die Videoaufnahme in Full-HD-Qualität. Im Durchschnitt aller ausgewerteten Tests liegt sie derzeit auf Platz 3 bei den Spiegelreflexkameras.

 

Preisvergleich Systemkameras

Derzeit sind noch nicht allzu viele Systemkameras auf dem Markt. Am günstigsten ist derzeit die Olympus PEN E-PL1 ab einem Preis von circa 350 Euro, zu der ein Objektiv mit der Brennweite 14 bis 42 mm gehört. Mit dieser Kamera sind HD-Videoaufnahmen möglich. Sie verfügt wie die meisten System- und Spiegelreflexkameras über einen HDMI-Anschluss. Als weitere Systemkamera ist die Panasonic Lumix DMC-G2 zu einem Preis ab circa 490 Euro erhältlich. Diese bietet einen Life View sowie Video-Aufnahmen in Full-HD-Qualität.